Bautagebuch - Erd- und Dachgeschoss

 

Nach dem Trocknen des Betons der Kellerdecke geht es am 15. August zügig weiter. Wir waren 11 Tage verreist und als ich mir am 22. August abends den Bautenstand ansehe, bin ich wiederum erfreut. Die Außenwände des Ergeschosses sind komplett fertig gemauert, die Rolladenkästen bis auf Einen eingesetzt und auch die tragenden Innenwände sind auf eine Höhe von etwa 1,50m bereits fertig gestellt.

Am Freitag, den 26.08.05 besuche ich die Baustelle erneut. Zwar waren die Maurer zwischendurch zwei Tage auf einer anderen Baustelle eingeteilt, aber trotzdem sind heute abend nicht nur alle tragenden Innenwände fertig sondern auch die Kelleraußenwände vor dem Haus und an der rechten Seite mit Sickerplatten und Fließ geschützt. Auch die Dränage ist an diesen beiden Seiten bereits verlegt. Die Dränagerohre wurden mit Fließ abgedeckt und anschließend kam eine Lavaschüttung darüber.

In den nächsten Tagen wird die Dränage fertig gestellt und alle Kelleraußenwände erhalten die Verkleidung aus Sickerplatten und Fließ zum Schutz der Bitumen-Dickbeschichtung. Ich hatte zwischenzeitlich Bedenken, dass die Isolierung des Kellers nicht ausreichen würde, doch Herr Hilbig von Massivhäuser mit Flair meinte, dass ich mir keine Sorgen machen müsse. Mit der gewählten Ausführung würden die Werte der Energieeinsparverordnung eingehalten. Ich bin mal gespannt, wann ich das schwarz auf weiß belegt bekomme.

Nun sollte eigentlich die Verfüllung des Arbeitsraumes durch die Firma ESKA erfolgen. Doch diese hat - wie schon beim Aushub - keine Zeit für die Ausführung der Arbeiten. Somit beginnt man zunächst mit dem Einschalen der Erdgeschoss-Decke. Allerdings wäre jetzt ein Gerüst hilfreich. Doch hierfür müßte der Arbeitsraum verfüllt sein.

Am 7. September ist unsere Geduld mit ESKA zu Ende. Die Firma ist einfach unzuverlässig. Der Bauleiter hat die Firma Geissler aus Bad Breisig beauftragt, die an diesem Tag mit den Verfüllarbeiten beginnt. Die Maurer haben zwischenzeitlich auch die Fundamente für die Säulen erstellt, die später das Vordach am Eingang sowie am überdachten Teil der Terasse tragen sollen. Außerdem sind im Keller die nicht tragenden Innenwände gemauert.

Allerdings stelle ich hierbei fest, dass die Türe zum Hauswirtschaftsraum nach dem alten Plan, und damit an der falschen Stelle vorgesehen ist. Hier muss noch einmal geändert werden. Laut meinem Polier für einen guten Maurer eine Stunde Arbeit. Freitag, den 09.September ruhen die Arbeiten erneut.

Am 10.September treffen wir uns vor Ort mit unserem eventuellen späteren Kaminbauer (wenn das Angebot in Ordnung ist und der Entwurf gefällt). Die Verfüllung des Arbeitsraumes ist an diesem Tag schon so weit fortgeschritten, dass man (außer vorne am Eingang) überall ohne über Bohlen zu balancieren, in's Haus gelangen kann. Für die Garage sind die Fundamente teilweise für das Füllen mit Beton vorbereitet. Auf der Schalung für die EG-Decke sind für die Halogenspot's entsprechende Einsätze montiert. Wir wollen die Räume des Erdgeschosses mit in der Decke eingelassenen Spot's ausstatten.

Leider habe ich auch diese Woche nicht den vom Bauleiter zugesagten Bauzeitenplan erhalten, so dass ich immer noch nicht weiß, wie der Fortgang des Bauvorhabens terminlich geplant ist. Schade!

Mittwoch, den 14.September wurden das Eingangspodest sowie der Garagenboden betoniert. Bis Freitag ist dann auch die Schalung für die EG-Decke komplett und alles erforderliche Eisen eingelegt, so dass an diesem Tag (16.09.05) die Erdgeschossdecke betoniert wird. Gegen 11:00 Uhr treffen die ersten beiden von insgesamt drei Beton-LKW ein.

Zunächst gilt es die vier Säulen an der Gebäuderückseite zu betonieren, was etwas aufwändiger ist. Es kommt kurz ein wenig Hektik auf. Doch als dann von hinten beginnend die Decke sowie die sogenannten Segmentbögen, die sich von Säule zu Säule spannen betoniert werden, gehen die Arbeiten mit einer gewissen Gelassenheit und Routine voran. Leider hält an einer Stelle die Schalung nicht ganz, so dass etwas Beton durchläuft. Was das bedeutet, wird man erst sehen, wenn die Segmentbögen und Säulen wieder ausgeschalt sind.

Sonntag, den 18.09.05 wollen wir mal kurz nachsehen wie die Betonarbeiten aussehen und können zum ersten mal die EG-Decke, also unser späteres Dachgeschoss, betreten. Jetzt fehlen noch die Drempel, Giebel und Innenwände, und dann steht der Rohbau. Im Bereich der späteren Terrasse haben die Maurer offensichtlich den Restbeton "entsorgt". Das gefällt mir so gar nicht und ich werde sie in der kommenden Woche darauf ansprechen. Schließlich ist der Lehmboden an sich schon nicht besonders versickerungsfähig.

Übrigens, den für diese Woche fest zugesagten Bauzeitenplan habe ich auch wieder nicht erhalten!

Am Montag, den 19.09.05 erhalte ich per Fax den Bauzeitenplan! Hier habe ich doch noch einigen Gesprächsbedarf mit dem Bauleiter, denn die vertragliche Frist von 6-8 Monaten bis zur Bezugsfertigkeit wird hier schon voll ausgenutzt bzw. schon geringfügig überschritten; und ein Puffer ist auch nicht zu erkennen. Ich bin mal gespannt, ob da noch was zu machen ist.

Am Dienstag sind dann die rückwertigen Teile der EG-Decke ausgeschalt. Außerdem wurden die Wände der Garage fertig gemauert und mit der Schalung für die Garagendecke begonnen. Im Dachgeschoss sind die Drempel gemauert und die beiden Giebel stehen auch schon bis zur Oberkante der Fenster.

Mein Bauleiter und ich treffen uns am Donnerstag, den 22.09.05 auf der Baustelle um einige Dinge zu klären und auch um über den Bauzeitenplan zu sprechen. Ich bin wieder recht froh gestimmt und habe das gute Gefühl, in guten Händen zu sein. Die Garagendecke ist fertig um betoniert zu werden, und auch ein großer Teil der Ringanker, auf denen später die Dachbalken lagern, ist eingeschalt und mit Eisen versehen. Der Bauleiter erklärt mir noch, dass eine der drei rückwärtigen Säulen noch mal "abgesägt" und neu ausgerichtet werden muss. Mir fällt die wirklich leichte Schräglage kaum auf. Aber es soll Alles ordentlich gebaut werden, so mein Bauleiter. Deshalb soll auch noch eine leichte Wölbung in den Segmentbögen ausgebessert werden.

Am 27. September sind die Garagendecke, der Ringanker sowie die beiden Säulen vor dem Haus, die später das im Eingangsbereich abgeschleppte Dach tragen sollen, betoniert. Wie ich allerdings feststelle, weist das Garagendach diverse Risse auf. Ob das von Bedeutung ist, muss ich mit dem Bauleiter klären. Auf jeden Fall halte ich das in Bildern fest. Außerdem wurden auf dem Balkon die "Fundamente" für die dort auch noch zu erstellenden Säulen erstellt.

Für Freitag den 30.09.05 habe ich mir vorgenommen, mit meinem Bautrupp zu grillen. Schließlich ist der Rohbau nun fast fertig und die Männer haben sich das wirklich verdient. Als ich an diesem Tag eintreffe, fällt mir als erstes auf, dass das gesamte Haus nun eingerüstet ist und die Giebel fertig gemauert sind. Das Garagendach wurde bereits mit Teerpappe abgedichtet. Dabei wurde ein schöner Anschluß an die Hauswand geschaffen. Der Ausgang zum gartenseitigen Balkon wird heute - bis auf die Rolladenkästen - auch fertig gestellt. Sehr schön gefällt mir auch der vorbereitete Erker über dem Hauseingang, der einmal unser Badezimmerfenster sein wird. Der Stichbogen (so nennt man die runde obere Fensterkante) sieht echt toll aus. Dies war noch eine nachträgliche Empfehlung von Herrn Hilbig; das gefällt!

Auch im Haus sieht es heute schon wieder ganz geräumig aus, da das Erdgeschoss ausgeschalt ist. Zum Schluß wird noch ordentlich gefegt, und dann geht es nach einer Mahlzeit vom Grill ins verdiente lange Wochenende...

Als wir am 15.Oktober aus den Herbstferien zurück kommen, fahren wir als erstes zur Baustelle, da ja zwischenzeitlich der Dachstuhl gerichtet, alle Innenwände fertig gemauert und mit der Dacheindeckung begonnen werden sollte. Doch meine Enttäuschung ist recht groß. Noch immer sind nicht alle Rohbauarbeiten erledigt. Die Wände im EG sind nur teilweise fertig. Ebenso im Dachgeschoss. Der Sockel für die Waschmaschine im Keller ist auch noch nicht gemauert. Und von einer Dacheindeckung ist auch nichts zu sehen. Es ist nicht einmal die Dachfolie aufgebracht und die Dachpfannen sind bislang nicht geliefert. Zwar macht das Dachholz und seine Verarbeitung einen guten Eindruck, aber meine Enttäuschung über die Terminverzögerung ist damit nicht wett zu machen. Schön ist, dass der Kamin vom Keller bis aus dem Dach heraus erstellt wurde. Beim Nachmessen stellen wir fest, dass das Schlafzimmerfenster an der falschen Position sitzt. Es muss um 30 cm verrückt werden. Hier müssen die Maurer noch einmal nachbessern.

Am Mittwoch, den 19.Oktober ist pünktlich zum Beginn des ersten Herbstregens die Dachfolie fertig verlegt, so dass das Haus weitestgehend vor Regen geschützt ist. Allerdings sind die Dachpfannen noch immer nicht aus Frankreich angeliefert. Im DG sind bis auf ein kleines Teilstück zwischen Arbeitszimmer und Bad alle Innenwände fertig gestellt. Im EG fehlen allerdings immer noch Wandteile und im Keller der Sockel für die Waschmaschine sowie die Entlüftung für die Sauna. Dafür stehen die Fenster- und Balkon- bzw. Terrassentürelemente (insgesamt 20 Stück) vor dem Haus. Ich bin schon gespannt, ob mit dem Einbau noch diese Woche begonnen wird, denn am Freitag, den 21.Oktober 2005 wollen wir unser Richtfest feiern.

Die Fensterbauer waren schon ziemlich fleißig, als wir am 21.Oktober gegen 10:00 Uhr auf der Baustelle eintreffen. Beim heutigen Richtfest müssen wir nicht im Durchzug sitzen, da im EG bereits alle Fenster bis auf die vier kleinen auf der Hausvorderseite (2 x Küche, Garderobe und Gäste-WC) eingebaut sind. Und bis zum Abend hat die Firma auch diese Fenster sowie alle Kellerfenster eingesetzt.

Vor dem Fenstereinbau mussten allerdings zunächst die E-Antriebe, Achsen sowie die Verkabelung für die Rollladenmotoren in die Rollladenkästen eingebaut werden; viel Arbeit bei den vollisolierten Rollladenkästen, da diese nur von außen durch den Schlitz zugänglich sind, durch den später der Rollladen läuft. Allerdings ein Arbeitsaufwand, der uns später nicht nur mit winddichten Fenstern sondern auch absolut winddichten Rollladenkästen belohnt!

Die nächsten ca. drei Stunden sind wir damit beschäftigt, mit dem Elektriker unsere Wünsche an die elektrische Ausstattung durchzugehen. Wo welche und wieviele Steckdosen? Wo soll welches Licht schaltbar oder ggf. dimmbar sein? Antennenkabel, Telefon- und Netzwerkkabel wohin? Und natürlich Ausgestaltung der Steuerung für die insgesamt 20 Rollläden im Haus. Ja und dann ist ja auch noch an die spätere Haus-Außenbeleuchtung sowie Vorgarten- und Gartenelektrik zu denken.

Aber wir schaffen das Ganze noch bevor die ersten Gäste zum heutigen Richtfest eintreffen. Leider gibt es hiervon keine Foto's, da wir ständig irgendwie damit beschäftigt waren, Gäste durch's Haus zu führen und vom bisherigen Baufortschritt zu berichten, so dass wir das Fotografieren vollständig vergessen haben.

Als ich am Samstag Vormittag noch einmal auf der Baustelle vorbeischaue, haben die Fensterbauer auch schon einige der Fenster im Dachgeschoss eingebaut. Das Badezimmerfenster mit dem Stichbogen wurde noch nicht geliefert, so dass dessen Einbau noch auf sich warten lassen muss. Dafür ist die Garagenausgangstüre schon geliefert sowie die Stahltürem die von der Garage in's Haus führt.

Am Montag, den 24.10.05 werden endlich die Dachpfannen angeliefert. Außerdem wird eine Bautüre am Hauseingang eingebaut, so dass das Haus nun verschlossen werden kann.

Mittwoch hat der Dachdecker die Konterlattung angebracht und die Maurer haben alle Innenwände im EG fertig gestellt, sowie den Sockel für die Waschmaschine gemauert.

Freitag, den 28.10.05 wird nach 14 Wochen der Rohbau fertig gestellt. Der Bautrupp hat alle Materialien vor dem Haus zum Abtransport zur nächsten Baustelle bereit gestellt. Bei dieser Gelegenheit bekomme ich noch eine kurze Einweisung in die Bedienung des Kran's, so dass ich auch einmal "Kranführer" spielen darf. Der Fensterbauer ist auch auf der Baustelle, um das nunmehr angelieferte Badezimmerfenster einzubauen sowie an allen Fenstern die Rollläden. Leider war der Dachdecker in dieser Woche nicht mehr da um das Dach bei dem schönen Herbstwetter einzudecken.

Am Donnerstag, den 3.November werden dann (nach zuvorigem Anruf von mir bei meiner Baufirma) vom Dachdecker die Dachrinnen und Fallrohre aus Kupfer montiert, so dass am Freitag mit der Dacheindeckung begonnen werden kann. Besonders aufwändig ist das Anbringen der giebelseitigen Dachpfannen. Hier wird zunächst eine Pfanne um die Kante gelegt und angenagelt. Darüber kommt versetzt eine zweite, leicht gerundete Pfanne. Erst danach kann mit dem Verlegen begonnen werden. Als ich mit dem Elektriker im EG stehe, gibt es plötzlich einen kräftigen "Rums"; bestimmt eine halbe Palette Dachpfannen ist "abgestürzt" und hat zum Teil Dachlatten und Dachfolie durchschlagen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Nur liegen jetzt jede Menge zerbrochene Dachpfannen auf dem Dach.

An diesem Tag wird auch der Kellerboden mit Schweißbahnen abgedichtet und der Installateur beginnt mit den ersten Arbeiten.

Nun geht es an den nächsten Schritt, den Ausbau.

 

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