Bautagebuch - Der Ausbau

 

Eigentlich sollten Elektriker und Sanitärinstallateur am 2.November anfangen. Aber wenigstens ist der Installateur ab Freitag, den 4.11.05 mit zwei Mitarbeitern vor Ort und hat auch schon einige Rohre verlegt und Durchbrüche gestemmt.

In der Woche vom 7. bis 12. November geht es dann sichtbar voran. Am Montag, den 7.11. stellen die Dachdecker die Dacheindeckung fertig. Nur die Kaminverkleidung aus Kupfer muss noch ausgeführt werden. Außerdem wurde auf dem gartenseitigen Erker eine Abschluß-Pfanne vergessen. Aber die Dachdecker müssen ja ohnehin noch einmal wieder kommen.

Die Sanitärinstallateure verlegen im Laufe der Woche sämtliche Abflußleitungen. Die Zuwasserleitungen werden nicht in Kupfer sondern in Kunstoffrohren ausgeführt. Angeblich sind diese nicht schlechter als Kupfer, genauso haltbar und (natürlich) günstiger. Im Bad werden die Zuwasserleitungen (kalt und warm) für die Badewanne, die Dusche und den Waschtisch verlegt. Die Isolierung der Rohre ist wirklich sehr dick, so dass ich damit zufrieden bin. Ich habe für die Küche und das Bad im DG eine Zirkulationsleitung beauftragt, damit warmes Wasser immer sofort zur Verfügung steht, und nicht erst einiges Kaltwasser ablaufen muss.

Die Elektriker stellen in dieser Woche die Installationen im DG weitestgehend fertig. Das Loch in der Wand ist übrigens kein Fehler. Hier wird später der Verteilerkasten für die Fußbodenheizung eingesetzt. Im Erdgeschoss schaffen die Monteure cirka die Hälfte der Elektroinstallation.

Am Freitag war dann auch der Kaminbauer da um die erste Reihe Steine zu setzen. Dies ist sinnvoll, damit die Heizungsmonteure später diesen Bereich mit den Rohren der Fußbodenheizung aussparen. Allerdings wird auch im Kaminbereich später Estrich verlegt, da so der Brenneinsatz im Kamin die gleiche Höhe erhält wie der endgültige Boden im Wohnzimmer.

Am Samstag, den 12.11.05 wird vom Trockenbauer das gesamte Dachgeschoss mit Glaswolle isoliert und anschließend mit einer Folie von unten abgedichtet. Dadurch wird die Feuchtigkeitssperre und die Winddichtigkeit des Daches hergestellt.

Ich nutze die Gelegenheit, und schaffe in dieser Woche schon einmal 24 Verlegeplatten (V100) in den Spitzboden/Speicher, bevor der Trockenbauer alles (bis auf den Ausschnitt für die Speichertreppe) zu macht. Am Samstag und Sonntag verlege ich schon einen Teil der Platten auf dem Boden des Speichers, so dass wir diesen Bereich später als Stauraum für so allerlei Dinge, die man nur selten (oder vielleicht auch gar nicht mehr) benötigt, nutzen kann.

Eigentlich sollten in der Woche vom 14. bis 18.11.05 die Innenputzarbeiten beginnen. Aber da gibt es eine Verzögerung. Dafür beenden die Sanitärinstallateure in dieser Woche ihre Arbeiten. Auch die Verteilkästen für die Fußbodenheizung im DG und EG sind bereits gesetzt und angeschlossen. Die Leitungen führen schon bis in den Heizungskeller. Das Kellergeschoss wird ebenfalls mit Fußbodenheizung ausgestattet, da alle Räume außer dem Heizungskeller als Freizeiträume ausgebaut werden (Hauswirtschaft, Sauna/Wellness sowie Arbeitszimmer/Hobby). Allerdings wird der Verteilkasten für die Fußbodenheizung hier nach dem Innenputz auf der Wand im Heizungkeller montiert.

In dieser Woche können wir erstmalig den freien Blick auf unser Haus genießen, da sowohl sämtliche Baumaterialien abtransportiert als auch Gerüst und Kran abgebaut wurden.

Im Bad des DG stellte sich heraus, dass für den neben der Dusche vorgesehenen Handtuch-Heizkörper nicht ausreichend Platz vorhanden ist. Um ihn dennoch realisieren zu können, muss die schon gemauerte rechte Duschwand wieder abgerissen und 10cm weiter links neu errichtet werden. Jetzt passt zwar nur noch eine Duschtasse mit 110cm Breite (statt geplante 120cm) ins Bad, aber das ist auch noch ausreichend groß. Gut war auch, das ich einige Installationsarbeiten kontrolliert, sprich nachgemessen habe. So mußten die Abflussleitungen im Gäste-WC und in der Küche noch einmal korrigiert werden. Andernfalls hätte später der Waschtisch im Gäste-WC zu nah am WC gehangen und in der Küche hätte es später bei der Küchenmontage Probleme gegeben. Klären muss ich noch die Rohinstalltion für den Handtuch-Heizkörper im Bad; hier scheint mir die Intallation zu hoch geraten zu sein, um den vertraglich vereinbarten Heizkörper von 60 mal 180cm später montieren zu können.

Der Elektriker hatte für das Wohnzimmer noch eine pfiffige Idee! Derzeit habe ich einen ganz normalen Fernseher. Doch was ist, wenn ich später mal so einen modernen Flachbildschirm an die Wand hängen möchte. Dann müsste ich die Leitungen für Sat-Anschluss, Strom und ggf. externe Lautsprecher auf der Wand führen. Das sähe nicht toll aus. Also hat er in der Wand einen breiten Kabelkanal senkrecht verlegt, der mit eingeputzt wird und dadurch "unsichtbar" wird. Diesen kann man später bei Bedarf verdeckt hinter dem Flachbildfernseher anbohren und alle Leitung zwischen Fernseher und den anderen Komponenten so auch noch nachträglich in der Wand führen. Aufgrund der Breite des Kabelkanals passt dort auch ein Scart-Stecker durch.     Super Idee Herr Reif !

Für das Wohnzimmer hatte ich vor einigen Wochen die Idee, in der Wand zur Garage eine Nische vorzusehen, so wie man es in südlichen Ländern öfter antrifft. Sie kommt mittig auf die Wand und kann später mit einem der Decken-Einbauspots angestrahlt werden. Rechts und links davon sollen später Bilder mit Bilderspots aufgehängt werden, so dass ich hier noch die entsprechende Elektroinstallation vorsehen lasse. Das sieht später bestimmt sehr schön aus.

Am Samstag fällt mir siedend heiß ein, dass wir in der Decke des Badezimmers Einbaulautsprecher einbauen wollen. So kann man sich später beim Wannenbad mit Musik berieseln lassen oder schon bei der morgentlichen Toilette die Nachrichten hören. Das wollte ich selbst machen und es müßte noch vor dem Innenputz erledigt werden, da die Stereo-Anlage später im Nebenraum stehen wird. Gut also, dass der Innenputz etwas verspätet ist. So muss ich noch einen Schlitz stemmen, eine Leerdose setzen, Leerrohr verlegen und zwei mal 14m Lautsprecherleitung kaufen und einziehen bzw. verlegen. Darüber hinaus setzte ich in Eigenleistung im späteren Sauna-Raum eine Mauerdurchführung zur Entlüftung der Sauna ein sowie für den Außenluftanschluß des Kamins eine Mauerdurchführung im Hobby-Raum (damit diese später mit eingeputzt werden). Viel Lust habe ich an diesem Tag nicht mehr, aber trotzdem räume ich auf dem Grundstück den sich vermehrenden Müll zusammen und verlege auf dem Spitzboden noch einige Bodenplatten.

Ja und kurz bevor ich an diesem Samstag meine Baustelle verlasse, trifft noch der Innenputzer mit zwei Mitarbeitern ein und liefert die Maschinen und Materialen an.

In der 47. Kalenderwoche (21.-25.11.2005) werden nicht nur die Elektriker mit ihrer Rohinstallation fertig, und haben eine Menge Kabel in den Keller geführt, wo sie demnächst im Sicherungskasten verklemmt werden, sondern auch die Innenputzarbeiten kommen gut voran. Zum Glück liegen die Außentemperaturen immer über dem Gefrierpunkt. So ist es überhaupt erst möglich, das Wasser für den Maschinengipsputz aus dem Straßenhydranten zu holen, da die Hausanschlüsse noch nicht ausgeführt sind.

Die Innenputzer schaffen in dieser Woche das gesamte DG (ohne Bad, da hier ein anderer Putz eingebracht wird) sowie das Wohn- und Esszimmer, die Küche und den Abstellraum. Allerdings wird es bei der derzeitigen Witterung einige Zeit in Anspruch nehmen, bis der Putz einigermaßen trocken und damit weiß aussieht. Aber so ist das nun einmal im Winter. Jedenfalls sieht es doch schon gleich wieder anders aus, wenn die Rohbauwände mit Putz geglättet sind.

Die von mir geplante Nische in der Wohnzimmerwand ist auch mit verputzt worden und gefällt mir. Übrigens, die vielen Kabel die aus der Decke hängen sind für die Einbau-Halogonspots, die wir ja für alle Räume im Erdgeschoss vorgesehen hatten.

Vom 28.11. bis 2.12.05 wurden die Innenputzarbeiten fast fertig gestellt. Alle Wände im DG, EG sowie Keller, die einen Gipsputz erhalten, sind fertig. Das Bad, das Gäste-WC, eine Nische im Sauna-Keller, in der später einmal eine Dusche installiert werden soll, sowie die Garage werden noch mit Zementputz verputzt. Außerdem wurden diese Woche Gas, Wasser und das Telefonkabel in den Heizungskeller gelegt. Da die RheinEnergie für den Stromanschluss in den Heizungskeller (ursprünglich war ein anderer Raum geplant und das bereits liegende Baustromkabel entsprechend abgelängt) noch einmal ca. 1.600 Euro (!) Anschluss- und Abklemmkosten haben wollte, habe ich darauf dankend verzichtet. Das Kabel kommt jetzt dorthin, wo es ursprünglich geplant war, und wird vom Elektriker innerhalb des Hauses unter dem Estrich zum Heizungskeller verlegt.

Am Freitag habe ich mich mit meinem Bauleiter getroffen, um diverse Dinge durchzusprechen. Es ist geplant, bis Weihnachten die Fussbodenheizung zu verlegen und anzuschließen, den Estrich einzubringen und die Heizung in Betrieb zu nehmen. Mal seh'n ob das klappt. Mitte Dezember wollen wir dann entscheiden, ob wir unsere Mietwohnung zum 15.März 2006 kündigen können. Weiterhin hat mir der Bauleiter einige Entwürfe für das Bad erstellt, da wir noch festlegen müssen wie wir die Badewanne stellen wollen und wie der dahinter in der Schräge liegende Bereich gestaltet wird.

Am Samstag, den 10. Dezember glaube ich nun, dass die anvisierten Termine zu halten sind. In dieser Woche hat der Dachdecker den Balkon isoliert und abgedichtet. Die Fensterbänke wurde eingesetzt. Ausgenommen bei den Bad-Fenstern, hier wird gefliest und in der Küche. Dort soll die Arbeitsplatte in die Fensternischen geführt werden. Die Fensterbank für das Wohnzimmer lassen wir noch nicht einbauen, da wir hier eventuell noch etwas Anderes planen. Die Heizungsmonteure haben den Wäscheabwurfschacht, ein Kunststoffrohr mit 30cm Durchmesser, eingebaut. Damit können wir die Wäsche im Bad im Dachgeschoss einwerfen (da kommt später noch eine Türe drauf) und sie kommt dann im Hauswirtschaftsraum im Keller an. Fehlt nur noch eine Automatik zum Transport in die Waschmaschine, zum Waschen und Bügeln! Außerdem wurden alle Böden isoliert (im Keller wirklich dick) und die gesamte Fußbodenheizung verlegt.

Und vor dem Haus liegt ein riesiger Berg Sand; für den Estrich, der Montag und Dienstag eingebracht werden soll.

Und tatsächlich, diese Arbeiten werden pünktlich zu Beginn der 50. Kalenderwoche ausgeführt. Leider konnte ich mir das Verlegen des Estrich nicht ansehen. Und danach muss ich auch mindestens drei Tage mit dem Betreten warten. Aber am Samstag sehen wir uns die Arbeitsausführung an. Jetzt sieht es innen wirklich schon ganz anders aus; irgendwie sauberer. Im Bereich für den Kamin wurde der Estrich ohne Trittschalldämmung ausgeführt, also direkt auf der Betondecke. So kann der Brenneinsatz des Kamins später direkt darauf montiert werden.

Im Bad wurden die Bereiche für die Dusche und die Badewanne mit Estrich ausgespart. Damit läßt sich die flache Duschtasse später Bodengleich einbauen. Und die Badewanne hat einen nicht allzu hohen Einstieg. Der weißer Kanal, den man in der Aussparung für die Badewanne noch erkennen kann und der zur Aussenwand führt, ist der Abluftkanal aus der Küche für die Dunstabzughaube. Somit haben wir in der Küche später keinen Abluftkanal unter der Decke moniert und die Esse hängt frei von der Decke herab.

Nun muss alles gut trocknen; der Innenputz wie auch der Estrich, damit die weiteren Innenarbeiten (Trockenbau der Dachschrägen, Fliesen und Malerarbeiten) überhaupt ausgeführt werden können. Doch es ist vorgesehen, noch vor Weihnachten die Heizung fertig zu montieren und in Betrieb zu nehmen.

Und das klappt denn auch perfekt. Bereits am Abend des 20.Dezember ist die Heizung in Betrieb und kann in einem Programm zum Trocknen des Estrich gefahren werden. Dieser muss nämlich langsam aufgeheizt werden, damit keine Brüche entstehen. Ich bin überrascht, wie klein die Heizungstherme ist, mit der ca. 190qm (alle Räume außer Heizungskeller) beheizt werden. Der Warmwasserspeicher wird erst später neben der Heizung installiert. Da der Stromversorger den Elektrozähler noch nicht geliefert hat, wird die Heizung zunächst über den Baustromkasten vor dem Haus elektrisch angeschlossen. Doch am 22.12.05 kommt dann auch der Zähler und die Elektriker können umverkabeln. Jetzt haben wir auch Licht im Heizungskeller.

Am 23.12. treffe ich mich mit dem Bezirksschornsteinfegemeister, da er meinte, bei einem meiner beiden Kaminzüge gäbe es eine Verjüngung im Rohr. Dies bewahrheitet sich zum Glück nicht. Lediglich das unterste Teilstück ist dicker als der gesamte Zug darüber. Doch das ist unkritisch. Allerdings fehlen diverse Abdeckungen an den Klappen des Schiedel-Kamin, so dass durch den Betrieb der Heizungsanlage in dem entsprechenden Kaminzug ziemlich viel Kondenswasser im Bereich des Spitzboden austritt und dort alles durchfeuchtet. Ich setzte mich sofort mit meiner Baufirma in Verbindung. Aber ob da vor Weihnachten noch für Abhilfe gesorgt werden kann, bleibt offen. Schön finde ich, dass an diesem Tag durch meine Baufirma noch der rumliegende Bauzaun sowie der Bauschutt etc. abgeholt werden. Da ab der zweiten Januarwoche die Außenanlagen (Hauszuwege, Garagen- und Carporteinfahrt sowie Terrassen) vorbereitet werden sollen, liegt wenigstens nichts mehr im Wege. Auch die Elektriker sind einen Tag vor Heilig Abend mit drei Mann auf der Baustelle und verkabeln Steckdosen, Schalter und den Sicherungskasten.

Seit Inbetriebnahme der Heizung war ich fast täglich im Haus um die feuchte Luft heraus zu lüften. Der Erfolg zeigt sich heute, am 3.Januar 2006 in ganz überwiegend weißen Wänden. Der Putz ist in den letzten zehn Tagen gut getrocknet. Zur Kontrolle habe ich ein Hydrometer im Dachgeschoss aufgehängt. Es zeigt nach ca. drei Stunden Messzeit eine relative Luftfeuchte von 65% an. Das ist ein (fast) normaler Wert. Die Elektriker haben schon eine große Anzahl an Schaltern und Steckdosen installiert und teilweise auch schon in Betrieb genommen. Ein Problem bereitet derzeit noch die Rollladensteuerung im EG. Hier kommt es immer wieder zu einem Kurzschluss, weil offenbar irgendwo ein Kabel beschädigt wurde. Das bedeutet leider viel Sucharbeit, aber ich bin zuversichtlich, dass die Fachleute das hinbekommen. Uns so ist es auch.

Heute (03.01.06) hat auch die Kaminbaufirma alle Materialien angeliefert und mit dem Bau des Kamin's begonnen. Der Kamin- und Kachelofen Baumeister schätzt dass er ca. fünf Tage für den Aufbau benötigt. Am ersten Tag wird bereits der Bereich der späteren Bank gemauert und der Kaminzug (Schornstein) angebohrt. Außerdem werden die Kacheln ausgelegt um zu prüfen, wie diese am schönsten passend zugeschnitten werden können.

Schon einen Tag später nimmt der Kamin Formen an. Der untere (Sitz-) Bereich ist vollständig fertig gemauert und die Kacheln auf der Bank sind geklebt. Außerdem sind schon viel Schamotte für den Zug eingebaut. Die Schamotte bilden die Speichermasse des Ofens. Sie sind in der Lage Wärme zu speichern und auch dann noch an den Raum abzugeben, wenn das Feuer schon längst erloschen ist.

Am Freitag, den 6. Januar muss der Kaminbauer seine Arbeit zunächst einstellen, da seine elektrische Säge einen Defekt hat. Dennoch ist er bislang schon ziemlich weit gekommen und geht davon aus, nur noch einen Arbeitstag zu benötigen. Allerdings kann der den Kamin vorerst nicht fertig bauen, da die Kacheln, die vor der Feuerstelle montiert werden sollen, den falschen Radius haben. Also müssen zunächst Neue bestellt werden. Aber trotzdem sieht der Kamin schon jetzt recht gut aus.

Die Elektriker haben den überwiegenden Teil der Steckdosen- und Schaltereinsätze sowie die Abdeckungen montiert, so dass wir jetzt in nahezu jedem Raum Licht einschalten könnten. Im Schlafzimmer wurde eine Zeitschaltuhr für die Rollladensteuerung eingebaut, so dass dieser Rollladen schon betätigt werden kann. Zwar erhalten wir für die Rollladensteuerung des gesamten Hauses eine sogenannte "Astrouhr", mit der man tageweise die Rollladenöffnungs- und schließzeiten programmieren kann. Aber wir wollen während der Abwesenheitszeiten am Tag auf der Südseite des Schlafzimmers die Rollläden auch zeitgesteuert herab lassen können, wenn die Sonne im Sommer allzu heiß hereinscheint.

In der Woche vom 9. bis 14. Januar 2006 stellt der Kaminbauer seine Maurerarbeiten fertig und die Arbeit bis zur Lieferung der fehlenden Kacheln ein. Beim ersten Anblick des fertig gemauerten "Ungetüms" bekomme ich zunächst einen Schreck, wie gross der Ofen wirkt. Doch der Kaminbauer beruhigt mich und meint, dass das ganz anders wirken wird, wenn die dunklen Schamottsteine erst einmal weiss verputzt sein werden und nur noch die Cotto-Kacheln einen dunkleren Kontrast dazu bilden. Warten wir's ab...

Die Firma Schmitt (Sanitär) verlegt in dieser Woche die Leitung von der Zisterne zum Heizungskeller, wo die Steuerung für die Pumpe installiert werden soll. Außerdem wird die Vormontage für die Wasserversorgung im Heizungskeller vorgenommen. Am Samstag wird dann - nachdem ich auch zum wiederholten Male gedrängt habe - endlich die Solarthermie-Anlage auf dem südlich ausgerichteten Dach des Balkon's montiert.

Als ich am Mittwoch, den 18.Januar einen Termin mit dem Bauleiter auf der Baustelle habe, stelle ich mit grosser Enttäuschung fest, dass bis einschliesslich heute noch kein Handwerker im Haus war. Ich bin sehr enttäuscht, denn immerhin soll in 7½ Wochen der Einzug erfolgen. Momentan kann ich nicht glauben, dass das funktioniert, wenngleich der Bauleiter zuversichtlich ist. Heute hat auch mein Landschaftsbauer seine Arbeit aufgenommen.

Am Donnerstag überrascht mich der Bauleiter mit der guten Nachricht, dass die Trockenbaufirma schon angefangen hat. Bis Samstag sind alle Schrägen und Decken im Dachgeschoss verkleidet sowie die Bodentreppe zum Speicher eingebaut. Auch der Wäscheabwurfschacht, der durch das Gästezimmer im DG und die Garderobe im EG in den Hauswirtschaftsraum verläuft, und die Versorgungsschächte im Schlafzimmer, Wohnzimmer und Keller sind hinter Rigipsplatten verschwunden. Am Montag soll dann noch alles verspachtelt werden, so dass das Dachgeschoss tapezierfertig ist. Na, immerhin sieht man wieder mal ein bischen Fortschritt. Aber bis zum Einzug in nunmehr noch 7 Wochen ist noch sehr viel zu tun.

Am Samstag habe ich dann noch die Antik-Naturstein Travertino - Fensterbänke am Wohnzimmerfenster sowie in der Wandnische eingesetzt. Sieht gut aus!

Montag, den 23.Januar werden die Rigipsplatten im Dachgeschoss verspachtelt. Im Laufe der Woche werden dann auch noch die Betondecken im Erdgeschoss und Keller geschliffen und gespachtelt. So kann ich am Samstag damit beginnen, den Heizungskeller zu streichen. Was doch so ein bischen weiße Farbe ausmacht...

Am 30.Januar werden dann die bislang noch fehlenden Kacheln am Kamin angebracht, der Kamin weiß verputzt und unter der Kellerdecke der Kanal für die Verbrennungsluftzuführung montiert. Jetzt muss nur noch der weiß verputzte Teil einen Schlussanstrich erhalten.

Mittwochs beginnt dann der Fliesenleger seine Arbeit. Zunächst wird bis Freitag die Kellertreppe verfliest und die Küche vorbereitet. Am Freitag Nachmittag kommen dann noch zwei Palletten Fliesen für den Wohn-/Essbereich und für das Bad im DG. Also schleppen der Fliesenleger und ich die ganzen Kartons noch ins Haus (bevor die Fliesen über's Wochenende Beine bekommen). Der Maler hat im Laufe der Woche die Stuckleiste angebracht, die wir für das Wohnzimmer und Esszimmer ausgesucht haben. Es fehlt nur noch ein kleines Stück.

In der folgenden Woche (6.- 10. Februar) sollte es eigentlich richtig rund gehen. Aber dann war es doch eher bescheiden. Begeistert bin ich vom Fliesenleger. Nicht nur, dass er in dieser Woche sämtliche Bodenfliesen im EG verlegt und ausgefugt hat. Nein auch die Sockelleisten sind bereits geklebt und in der Küche (weil am 20.02. die Küchenmöbel kommen) ist die Silikonfuge gemacht. Der Fliesenleger hat absolut akurat gearbeitet! Das Fliesenbild sieht in jedem Raum klasse aus und auch das von uns ausgesuchte Mosaik im Eingangsbereich gefällt.

In dieser Woche wurden auch die Haustüre sowie das Garagentor (ein elektrisch betriebenes Sektionaltor) geliefert und eingebaut. Allerdings wurden die Innentüren erst Freitag Mittag geliefert und entgegen der Aussage meines Bauleiters wurde die Schiebetüre zwischen Küche und Esszimmer diese Woche nicht mehr eingebaut. Somit kann die davor (aus Richtung Küche) zu installierende Trockenwand auch noch nicht eingebaut werden, weshalb wiederum der Maler in der Küche noch nicht beginnen kann. Maler, auch so ein Thema. Außer der noch unfertigen Stuckleiste ist da in dieser Woche nichts weiter passiert. Obwohl er seit Dienstag eigentlich im Bauzeitenplan vorgesehen war. Anders mein Maler, der die Zimmer im DG sowie zwei Räume im Keller tapezieren soll. Er hat schon am Freitag, zwei Tage früher als vorgesehen, begonnen. Womöglich muss er nächste Woche seine Arbeiten unterbrechen, weil er von anderen, unpünktlichen Handwerkern aufgehalten wird.

Auch der Dachdecker sollte diese Woche seine Arbeiten endlich beenden. Doch wieder einmal nichts. Ich werde hier wirklich langsam sauer. Wenn ich bei der Arbeit so eine Termin(un)treue hinlegen würde, wie einige Handwerker, wäre ich meinen Job sicher längst los.

Am Donnerstag habe ich in Eigenleistung den Boden im Heizungskeller gefliest. Leider bin ich nicht ganz fertig geworden. Einige Zuschnitte müssen noch gemacht und geklebt werden, bevor ich dann alles verfugen kann. Und natürlich müssen anschließend noch die Sockelfliesen geklebt werden.

Doch diese Arbeiten sind dann in der 7.Woche bis zum 18.02.06 auch erledigt. In dieser Woche war auch endlich der lang ersehnte Dachdecker da und hat die doch noch vielfältigen Restarbeiten (fast) komplett erledigt. Leider fehler auf der gartenseitigen Attika auf der Garage noch einige Pfannen. Aber die wesentlichen Arbeiten wie Kaminkopfverkleidung, Abdichtung Sat-Mast und Eindecken von Attiken sind ausgeführt.

Am Montag wird dann auch die Schiebetüre zwischen Küche und Esszimmer eingebaut so dass auch die Trockenwand davor erstellt werden kann. Dadurch läuft die Schiebetüre nunmehr in der Wand. Somit kann der Maler in der Küche beginnen, die Decke mit Rauhputz zu verschönern sowie auf den Wänden den Putz für die spätere Wischtechnik aufbringen. Leider stellt er seine Arbeiten nach der Küche wieder ein und will erst nächste Woche weitermachen. Aber immerhin können wir nun unsere Küche pünktlich installieren lassen.

Das Terminmanagement auf der Baustelle ist derzeit nach meiner Auffassung nicht gerade gut. Da stehen die Innentüren herum und behindern den Maler bei seinen Arbeiten, und derjenige, der sie einbauen soll, ist eigentlich erst in zwei Wochen vorgesehen, disponiert aber wohl um und will nächste Woche kommen. Und der Fliesenleger, der wirklich alle Hände voll zu tun hat, ist fast immer alleine bei der Arbeit, und außerdem fehlen hier und da noch Fliesen, weil diese von der Firma zu spät bestellt wurden. Dem Elektriker hatte ich zur Vorbereitung auf unseren "Freitag-Termin" extra eine Zusammenstellung der noch offenen Punkte übermittelt - in der Hoffnung, die Punkte würden abgearbeitet. Doch stattdessen kommt der Chef alleine und erledigt nur zwei Punkte - schreibt aber sicherheitshalber alles, was ich ihm schon mitgeteilt hatte, noch mal auf. Na, wenn das effektives Baustellen-Management ist ....?

Am Freitag kommt dann auch unsere Bucheholztreppe inklusive Geländer für die Kellertreppe. Nun können wir endlich ohne Leiter in's Dachgeschoss gelangen. Ein ganz neues Gefühl. Und oben gibt es ja inzwischen auch einiges zu sehen. Sandra's Zimmer und das Gästezimmer sind fertig tapeziert und das Schlafzimmer vorbereitet. Im Bad wurden zahlreiche Abmauerung erstellt, so dass alles für den Einbau der Badewanne sowie für's Fliesen vorbereitet ist. Und im Keller ist das Arbeitszimmer bis zum Wochenende fast fertig tapeziert. Allerdings hat der Maler zwei Stellen an der Decke vergessen zu streichen und einige Tapezierarbeiten hätte ich als Laie mindestens genauso gut (schlecht) hinbekommen. Da besteht noch Nachbesserungsbedarf. Aber Montag soll's fertig werden, so dass ich mich an's Laminat machen kann.

Und so geht es in der 8.Woche (20.-25.Februar 2006) auch zügig weiter. Ich habe mir Urlaub genommen um jetzt täglich auf der Baustelle sein zu können (was sich sehr schnell als sinnvoll erweist, da alle Handwerker ständig irgendwelche Fragen zur Ausführung haben). Und natürlich möchte ich auch meine Eigenleistungen weiter erledigen. So verlege ich am Dienstag und Mittwoch das Laminat im Arbeitszimmer inkl. der Fußleisten. Ich habe mich für ein Klick-Laminat mit integrierter Trittschalldämmung entschieden, das ich auf einer Folie als Dampfsperre verlege. Das Verlegen geht wirklich schnell und einfach. Allerdings das System mit der verdeckten Montage der Fußleiste ist m.E. noch nicht ausgereift. Eine ziemliche Fummelei. Ich verstehe jetzt, warum manche Leute auch nach Jahren noch immer keine Fußleisten montiert haben.

Montags und Dienstags wird unsere neue Küche montiert. Die Monteure arbeiten zügig und sauber, so dass am Dienstag Abend alles steht und gut aussieht. Allerdings fehlt der Kühlschrank und die vier Türen an den Hängeschränken haben die falschen Bohrungen für die Griffe. Die werden später noch einmal ausgetauscht. Der Kühlschrank wird noch im Laufe der Woche geliefert allerdings entgegen der Zusage nicht eingebaut. Mal sehen wer das wann macht!

Im Laufe der Woche werden auch die weißen Türen im DG und EG eingebaut. Die Ahorn-Kellertüren von einem anderen Hersteller fehlen allerdings noch. Sie sollen bis 3.März geliefert und montiert werden. Nach den Türen verlegt die Firma dann auch gleich den Teppichboden in den drei Zimmern des DG sowie im DG-Flur. Nun sehen diese drei Zimmer wohnlich aus. Ich bringe noch die Fußleisten an und dann machen wir uns daran, alles sauber zu machen. Drei Zimmer sind nun fertig für den Einzug! Und natürlich nutzen wir nun jede Fahrt zum Haus, um schon Kartons mitzunehmen und diese im Gäste-Zimmer zu lagern.

Im Bad wurde die Badewanne montiert und die Duschtasse gesetzt. Die Duschecke wird auch gleich gefliest, so dass ich für die spätere Duschkabine genau Maß nehmen kann. Wir haben uns für eine fast gänzlich aus Glas bestehende Kabine der Firma Breuer entschieden. Allerdings hat diese einige Wochen Lieferzeit, so dass wir zunächst noch keine Duschabtrennung haben werden. Überhaupt ist das Bad nun das einzige Zimmer im Haus, das noch vollständig nach Baustelle aussieht (außer natürlich dem später noch auszubauenden Sauna-Raum). Aber wir sind zuversichtlich, dass auch das Bad bis spätestens 8.März fertig wird, da an diesem Tag eine Spezialfirma für Verfungen alle Fliesenfugen ausführen soll.

Dafür sind das Gäste-WC und der Fliesenspiegel in der Küche fertig gefliest und müssen nächste Woche nur noch ausgefugt werden. Auch die Malerarbeiten gehen voran. Bis zum Wochenende sind alle Betondecken mit einem Rauhputz versehen, der größte Teil der Wände grundiert und im DG-Flur die Masse für das spätere Aufbringen der Farblasur auf die Wand aufgebracht. Die Malerfirma will bis 7.März fertig sein. Hoffentlich klappt es, denn immerhin erlaubt man sich jetzt erst mal vier freie Tage für Wochenende und Karneval !

Der Fliesenleger arbeitet nun sogar am Rosenmontag (27.02.06). Er verlegt den Boden im Hauswirtschaftsraum und arbeitet weiter im Bad. Doch dann passiert, was nicht passieren durfte; der Fliesenleger wird krank! Ist jetzt der gesamte Terminplan dahin?

Während der Maler in dieser Woche (nach Karneval) weiter den Grundputz für die Wischtechnik aufbringt, ist zwei Tage erst einmal kein Fliesenleger im Haus. Dann wird ein Ersatzmann geschickt, der wenigstens ein bischen weiter macht, sich aber überwiegend mit Ausfugearbeiten im Gäste-WC sowie Küchen- Fliesenspiegel beschäftigt. Am Freitag ist der Fliesenleger wieder gesund und arbeitet dann auch gleich am Samstag weiter.

Die letzte Bauwoche und gleichzeitig unsere Umzugswoche (06.-10.03.2006) ist angebrochen. Das Aufbringen der Lasur für die Wischtechnik geht nun zügig von Statten. Am Montag wird die Sateliten-Anlage (Astra-Digital plus UKW-Dipol) montiert. Und auch unser Kühlschrank wird endlich in den vorhandenen Umbauschrank eingebaut.

Am Dienstag wird das Bad fertig gefliest und gleich verfugt. Jetzt muss allerdings noch der Bereich oberhalb der Fliesen mit Glasfaser tapeziert werden und dieser Bereich sowie die gesamte Decke gestrichen werden. Die Sanitärinstallateure beginnen im Gäste-WC mit der Fertigmontage der Sanitärobjekte. Am Mittwoch geht's dann im Bad weiter, die Elektroinstallation im Bad wird fertig gestellt und der Maler klebt die Tapeten oberhalb des Fliesenspiegels und macht den ersten Anstrich mit glänzender Latexfarbe in weiß. Eine Spezialfirma für Fugentechnik erstellt alle Silikonfugen, läßt aber das Bad noch außen vor, da dort noch zuviele Handwerker arbeiten. Also werden die Silikonfugen sowie der Endanstrich im Bad erst am Donnerstag-Vormittag gemacht. Als um 14:30 Uhr der Bauleiter sowie Herr Hilbig zur Übergabe eintreffen, entfernt der Maler gerade seine Abdeckfolien.

Es hat also geklappt! Das Haus ist zumindest innen nach einer Bauzeit von fast acht Monaten bezugsfertig geworden. Nach der Abnahme, die noch diverse kleinere Mängel und unfertige Dinge zu Tage fördert, nutzen wir die restliche Zeit, um sauber zu machen. Aber wir müssen ja auch noch das Wasser aus unserem Wasserbett ablassen und dieses demontieren. Denn morgen, Freitag, den 10.März 2006 ist Umzugstag!

Leider habe ich vor lauter Hektik vergessen, Foto's vom Umzug zu machen. Aber es hat alles gut geklappt, wenngleich ich mich bezüglich des Aufwandes tüchtig verschätzt habe. Man soll ja nicht glauben, wie viel man in einer kleinen 2-Zimmerwohnung so alles unterbringen kann. Außer der Türzarge zum Wohnzimmer ist beim Umzug nichts zu Bruch gegangen. Und davon ist dank meinem Vater uns seinen Spachtel- sowie Lackierkünsten inzwischen auch nichts mehr zu sehen.

In den nächsten Wochen werden noch einige Restarbeiten sowie Mängelbeseitigungen ausgeführt. Es wird schnell wohnlich und wir fühlen uns (sau-) wohl in unserem neuen Haus.

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