Bautagebuch - Aussenanlage

Am 18. Januar 2006 hat der von mir ausgewählte Landschaftsbauer seine Arbeit aufgenommen. Er will in den nächsten 14 Tage den Unterbau für Garagen- und Carportzufahrt, den Hauszuweg sowie die Terrassen erstellen. Außerdem sollen die Lichthöfe an den drei Kellerfenstern mit grossen Grauwackesteinen erstellt werden.

Ja, mit 14 Tagen war es wohl nichts. Da hat uns der einbrechende Winter mit seinen Minusgraden einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar wurden in der 5.Kw die Felsen für die Lichthöfe geliefert, aber verbaut werden können diese noch nicht.

Doch am 6. Februar geht es trotz wirklich unschönen Wetters weiter. Die Lichthöfe werden ausgebaggert und Stück für Stück die Felsen dort eingesetzt. Ein Lichthof wird in dieser Woche fertig, die beiden Anderen werden immerhin begonnen. Auf der Grenze zu meinem Nachbarn zur Linken muss aufgrund des Geländehöhenunterschiedes eine Reihe L-Steine gesetzt werden, um das Grundstück des Nachbarn abzufangen. Nun sieht man auch schon, wie breit der Streifen ist, auf dem später das Carport aufgebaut wird.

Der Gartenbauunternehmer war der Ansicht, dass der Bauraum beim Verfüllen nicht ausreichend verdichtet worden ist. Daher hat er mir einen Ausschluss für Gewährleistung für die spätere Pflasterung übergeben. Da meine Baufirma die Bauraumverfüllung beauftragt hat (sie ist Bestandteil des Vertrages), habe ich das Schreiben des Gartenbauers direkt dorthin weiter geleitet. Am Donnerstag gab es einen Vor-Ort-Termin, bei dem der ausführende Unternehmer versichert hat, die Verfüllung und Verdichtung ordnungsgemäß durchgeführt zu haben. Dies soll ich auch noch schriftlich bekommen. Ich hoffe, dass das alles gut geht. Denn eins ist schon jetzt klar, wenn sich das noch zu verlegende Pflaster wirklich einmal absenken sollte, habe ich garantiert den Ärger.

In den nächsten Woche höre und sehe ich vom Außenanlagenbauer erst einmal nichts. Doch bis Ostern möchte ich die seinerzeit vereinbarten Arbeiten unbedingt fertig gestellt haben. Somit nerve ich ein wenig mit Anrufen und erhalte schließlich die Zusage, dass bis Karfreitag alle vereinbarten Arbeiten ausgeführt sein werden. Und dies ist dann auch tatsächlich so. Selbst die spätere Terrasse ist mit Lava abgerüttelt und somit für das Pflaster weitestgehend vorbereitet.

Nun kann es erst nach Fertigstellung des Außenputzes mit dem Endbelag weiter gehen. Außerdem muss noch die gesamte Gartenanlage geplant und ausgeführt werden. Hier möchte ich wegen des schweren Lehmbodens den Gartenbereich komplett ca. 50cm tief umgraben und anschließend weißen Sand unter fräsen lassen. Außerdem spiele ich noch mit dem Gedanken, einen Schwimmteich bauen zu lassen. Aber dazu ggf. später mehr.

Am 28.April geht es dann außen weiter. Die Baufirma beginnt damit, den Bruchsteinsockel anzukleben. Die Arbeiten dauern insgesamt drei Tage, wobei der Sockel noch nicht verfugt wird. Dies erfolgt erst nach dem Außenputz.

Ich habe mich zwischenzeitlich dazu entschieden, das Haus mit einem Wärmedämmverbund- system versehen zu lassen, auf das ein durchgefärbter silikonharzgebundener Putz aufbebracht wird. Ich weiß zwar nicht, ob sich die Investition wirklich lohnt, indem ich die Kosten dafür durch Heizkosten-Ersparnis wieder reinhole. Aber ich gehe davon aus, dass ich durch die verbesserte Außendämmung auf jeden Fall Heizkosten sparen werde. Und es ist wohl davon auszugehen, dass die Energiepreise weiter steigen werden.

Am 4.Mai wird das Haus erneut eingerüstet. Und am Dienstag, den 9.Mai beginnt die Malerfirma mit den Vorbereitungen für das Wärmedämmverbundsystem (Wdvs) und den Außenputz.

Zunächst wird an der Oberseite des Bruchsteinsockels ein Metallprofil in der Stärke der vorgesehenen Styroporplatten montiert. Grundsätzlich wird das Wdvs in 6cm Stärke ausgeführt. Lediglich an den Stellen, an denen Säulen nahe vor der Wand stehen sowie an der Garagenvorder- und Rückseite ist nur noch Platz für 3cm. Auf den Seiten der Fensterrahmen wird eine weiße Leiste mit einem Gewebe aufgeklebt. Sie dient dem seitlichen Putz-Abschluss im Fensterbereich und wir wird nach Aufbringen des Endputzes abgezogen. Dadurch erhält man einen sauberen Anschluss an den Fensterrahmen. Dann kann mit dem Aufkleben der Styroporplatten auf den Außenwänden begonnen werden. Am 11.Mai wird bereits die gesamte Hausvorderseite fertig gestellt.

Schon eine Woche später, am 17. Mai ist das gesamte Styropor aufgeklebt. Durch das Zuschneiden der passgenauen Stücke mit einer Spezialsäge ist die Arbeit sehr sauber abgelaufen. Allerdings wurde nun die gesamte Styroporoberfläche am Haus angeschliffen, um sie statisch zu entladen und eine bessere Haftung für die Armierung herzustellen. Dadurch fliegen bei uns überall kleine Styropor-Stückchen umher. Eine echte Sauerei!

Am 18. Mai sollten die Betonwerkstein-Außenfensterbänke geliefert werden. Aber die Terminkoordination hat mal wieder nicht funktioniert. Nicht's ist. Dafür werden am Freitag, den 19. Mai alle Fenster (außer dem Schiebetür-Element im Wohnzimmer) mit Folie abgeklebt. Ein komisches Gefühl, nicht mehr rausschauen zu können.

In den nächsten Wochen ist der Malerbetrieb damit beschäftigt, die Armierung auf das Styropor aufzubringen, Eckleisten anzubringen und die Segmentbögen und Säulen auf schön zu trimmen. Hier wurde beim Beton-Gießen wohl doch sehr geschludert, so dass der Maler einige Tage Arbeit alleine mit den sechs Säulen und drei Segmentbögen hat.

Am 1.Juni waren mal wieder die Außenfensterbänke angekündigt. Aber wieder nicht's. Ich werde langsam ungehalten, denn der Maler kann nicht mehr richtig weiter. Er möchte gerne die Putzfaschen um die Fenster gestalten, dazu benötigt er aber erst die eingebauten Fensterbänke zum Maßnehmen. Daher treffe ich mich am 2.Juni mit dem Bauleiter, der zusagt, dass spätestens Mitte nächster Woche die Fensterbänke geliefert und gleich auch eingebaut werden. Eigentlich wollte ich ja ab 16.Juni die Terrasse und Hauszuwege pflastern lassen, aber da stimmt mich der Bauleiter nicht zuversichtlich, da die Firma bis dahin noch nicht fertig sein wird. Wenn alles sehr gut läuft, und das Wetter endlich besser wird, so dass dann auch der Endputz aufgebracht werden kann, wird vielleicht am 16.Juni gerade mal das Gerüst abgebaut. Danach muss aber noch der Natursteinsockel verfugt werden.

Zu meiner Überraschung stehen am Dienstag Morgen, den 6.Juni die Handwerker mit den Fensterbänken vor der Türe. Innerhalb von zwei Arbeitstagen sind alle Fensterbänke eingepaßt und montiert. Außerdem wird am Mittwoch, den 7.Juni die Hausfassade komplett mit einer gelben Grundierung gestrichen. Jetzt sieht es schon ein weinig so aus, wie der Endzustand geplant ist. In den nächsten Tagen fertigt die Malerfirma die Putzfaschen und streicht diese und die Fensterbänke in einem hellen Farbton (Cognag). Auch die Säulen und Segmentbögen werden fertig, so dass am Dienstag, den 13.Juni alle Vorarbeiten zum Aufbringen des Endputzes erledigt sind.

Doch dann eine neue Hiobsbotschaft. An diesem Tag ist es zu heiß, um den silikonharzgebun- denen Putz aufzutragen. Er würde zu schnell abbinden und dadurch können sich Risse bilden. Also wieder warten? Natürlich habe ich dafür Verständnis, denn schließlich habe ich nichts davon, wenn später Risse im Putz sind. Aber nach den vielen Verzögerungen durch den Regen und die späte Lieferung der Fensterbänke würden wir uns nach nunmehr vier Wochen hinter Folien-verklebten Fenstern freuen, mal wieder rausgucken zu können.

Doch dann am Mittwoch, den 14.Juni die große Überraschung. Als ich an diesem Tag bei großer Hitze von der Arbeit komme, ist auf der Südseite (da wo das Carport hinkommt), der Endputz aufgebracht. Jetzt ging es doch bei hohen Temperaturen? Das will ich aber noch mal hinterfragen.

Aber wie dem auch sei, die erste Hausseite ist komplett fertig und die Fensterfolien sind dort ab.

 

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